Biographie

Der aus Bamberg stammende Organist und Dirigent Christian Bischof leitet seit 2013 die Kirchenmusik an der großen Stadtpfarrkirche St. Margaret München. 2020 wurde er stellvertretender Diözesanmusikdirektor und leitet in dieser Funktion seitdem die kirchenmusikalische Nachwuchsausbildung im Erzbistum München und Freising, sowie die „Münchener Kantorenschule“. Neben seiner Tätigkeit als zertifizierter Orgelsachverständiger (VOD) ist der vielseitige Musiker auch als Konzertorganist im In- und Ausland gefragt.

Seine musikalischen Wurzeln sieht Bischof bedingt durch die Schulzeit am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen in der Vokalmusik. Nach dem Abitur studierte Bischof zunächst Katholische Kirchenmusik (A-Examen) mit den Hauptfächern Orgel und Chorleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg sowie an der Musikhögskolan i Piteå/Schweden. Während dieser Zeit war er Stipendiat der Studienstiftung der Deutschen Bischofskonferenz „Cusanuswerk“. 2011 beendete er seine Studien mit dem Meisterklassendiplom im Fach Orgel. Zu seinen künstlerisch bedeutenden Lehrern zählen Christoph Bossert und Hans-Ola Ericsson (Orgel), Zsolt Gárdonyi (Orgel, Musiktheorie) und Jörg Straube (Chorleitung).

Prägend waren für ihn seine bisherigen kirchenmusikalischen Wirkungsstätten, wo er stets neue und nachhaltige Akzente setzte: so in St. Kunigund Bamberg, an der Augustinerkirche Würzburg und der Basilika der Benediktinerabtei Scheyern. Als künstlerischer Leiter rief er mehrere Konzertreihen ins Leben (u.a. den „Gartenstädter Orgelsommer“ in Bamberg und die „Sommerkonzerte Kloster Scheyern“), zuletzt die Orgelmatineen in der Benediktinerabtei Kloster Schäftlarn. 2018/19 war Bischof künstlerischer Leiter des Kammerchores Nürnberg.

 

2011 hat er maßgeblich an der Reorganisation und klanglichen Umgestaltung der symphonischen Orgelanlage in der Würzburger Augustinerkirche mitgewirkt. 2014-2020 war er mit der Konzeption und Durchführung der umfangreichen Orgelsanierung in St. Margaret München beauftragt.

Er unterrichtete als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Würzburg, auf verschiedenen Meisterkursen und war als Juror tätig. Zahlreiche Konzerte als Dirigent und Organist führten ihn in viele europäische Länder, in die USA, nach Belgrad und Russland. Er ist Gast bei vielen Festivals, widmet sich der historischen Aufführungspraxis und arbeitet mit Originalklangensembles. Bischof konzertierte mehrmals im Rahmen der „American Guild of Organists“ und der „Conference of Organ“ in den USA und war Artist in Residence an der Michigan University. Er pflegt neben frühester Orgelmusik aus dem Mittelalter und der Renaissance besonders das Repertoire der deutschen Romantik – vor allem dem Œuvre Max Regers – und die Werke Olivier Messiaens. CD-Aufnahmen entstanden u.a. für das Label Organum Classic und Spektral.